Vor über 50 Jahren wurden die Werkswohnungen der Mechanischen Weberei und der Hannoverschen Baumwollspinnerei an der Fannystraße abgerissen. Die Straße war für ArbeiterInnen, die in der Textilindustrie ihr Geld verdienten, in den 1850er und 1870er Jahren errichtet worden. Die Fannystraße wurde nach der Frau von Adolph Meyer, des Gründers der Fabriken, benannt. Hier wohnten vorwiegend arme Menschen. Obwohl die Fannystraße in Hannover nicht den besten Ruf genoss, war ihr gemeinschaftlicher Zusammenhalt legendär und ist immer noch ein Symbol für das heutige Linden.
Die sehr kleinen Gebäude entsprachen aufgrund ihrer einfachen Bauweise und fehlender Modernisierung später nicht mehr den zeitgemäßen Anforderungen. Die Fannystraße wurde nach dem 2. Weltkrieg zu einem Problemgebiet. Sie wurde dann Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre entgegen zahlreicher Proteste abgerissen. Viele BewohnerInnen mussten aus Linden wegziehen und bezogen neue Wohnungen im weit entfernten Garbsen „Auf der Horst“. Die Fannystraße ist völlig verschwunden, ebenso große Teile jeweils einer Seite der angrenzenden Mathilden- und Fortunastraße. Hier stehen seitdem die wegen ihrer dreieckigen Balkone „Tobleronehäuser“ genannten Hochhäuser zwischen der Limmer- und der Fössestraße.
Die Fannystraße war in Linden jahrzehntelang bekannt für ihre Kinderschützenfeste. Nach dem Abriss wurden sie vom Freizeitheim Linden veranstaltet und Butjerfest genannt. Damit sollte an die Fannystraße erinnert und eine alte Lindener Tradition weitergeführt werden. Bei den Festen wurde jeweils ein Kind nach einem Wettkampf zum „Lindener Butjer“ gekürt. Nachdem Ende der 1990er Jahren das Fest eingestellt wurde, wird es seit einigen Jahren von der Egon-Kuhn-Geschichtswerkstatt im Freizeitheim Linden e.V. in Zusammenarbeit mit zahlreichen Lindener Institutionen anlässlich des Fährmannsfests am jeweils ersten Augustwochenende durchgeführt.
Die Egon-Kuhn-Geschichtswerkstatt im Freizeitheim Linden e.V. bedankt sich bei Dr. Matthias Nassimi, der ein Schaufenster der Andrea-Apotheke zur Verfügung gestellt hat, und erinnert auf Anregung von BewohnerInnen der jetzigem Häuser mit einer Daueraustellung an die Geschichte der Fannystraße, die ziemlich genau an dieser Stelle entlangführte.
Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube wird das Geschichtsfenster am Samstag, 25. April 2026 um 12:00 Uhr offiziell einweihen. Danach laden Gespräche mit ehemaligen BewohnerInnen und Musik aus Linden ein, das „Damals“ in unserem „Heute“ zu entdecken.
Vor über 50 Jahren wurden die Werkswohnungen der Mechanischen Weberei und der Hannoverschen Baumwollspinnerei an der Fannystraße abgerissen. Die Straße war für ArbeiterInnen, die in der Textilindustrie ihr Geld verdienten, in den 1850er und 1870er Jahren errichtet worden. Die Fannystraße wurde nach der Frau von Adolph Meyer, des Gründers der Fabriken, benannt. Hier wohnten vorwiegend arme Menschen. Obwohl die Fannystraße in Hannover nicht den besten Ruf genoss, war ihr gemeinschaftlicher Zusammenhalt legendär und ist immer noch ein Symbol für das heutige Linden.
Die sehr kleinen Gebäude entsprachen aufgrund ihrer einfachen Bauweise und fehlender Modernisierung später nicht mehr den zeitgemäßen Anforderungen. Die Fannystraße wurde nach dem 2. Weltkrieg zu einem Problemgebiet. Sie wurde dann Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre entgegen zahlreicher Proteste abgerissen. Viele BewohnerInnen mussten aus Linden wegziehen und bezogen neue Wohnungen im weit entfernten Garbsen „Auf der Horst“. Die Fannystraße ist völlig verschwunden, ebenso große Teile jeweils einer Seite der angrenzenden Mathilden- und Fortunastraße. Hier stehen seitdem die wegen ihrer dreieckigen Balkone „Tobleronehäuser“ genannten Hochhäuser zwischen der Limmer- und der Fössestraße.
Die Fannystraße war in Linden jahrzehntelang bekannt für ihre Kinderschützenfeste. Nach dem Abriss wurden sie vom Freizeitheim Linden veranstaltet und Butjerfest genannt. Damit sollte an die Fannystraße erinnert und eine alte Lindener Tradition weitergeführt werden. Bei den Festen wurde jeweils ein Kind nach einem Wettkampf zum „Lindener Butjer“ gekürt. Nachdem Ende der 1990er Jahren das Fest eingestellt wurde, wird es seit einigen Jahren von der Egon-Kuhn-Geschichtswerkstatt im Freizeitheim Linden e.V. in Zusammenarbeit mit zahlreichen Lindener Institutionen anlässlich des Fährmannsfests am jeweils ersten Augustwochenende durchgeführt.
Die Egon-Kuhn-Geschichtswerkstatt im Freizeitheim Linden e.V. bedankt sich bei Dr. Matthias Nassimi, der ein Schaufenster der Andrea-Apotheke zur Verfügung gestellt hat, und erinnert auf Anregung von BewohnerInnen der jetzigem Häuser mit einer Daueraustellung an die Geschichte der Fannystraße, die ziemlich genau an dieser Stelle entlangführte.
Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube wird das Geschichtsfenster am Samstag, 25. April 2026 um 12:00 Uhr offiziell einweihen. Danach laden Gespräche mit ehemaligen BewohnerInnen und Musik aus Linden ein, das „Damals“ in unserem „Heute“ zu entdecken.