Wenn am 02. August Tausende Kinder, Eltern und Großeltern durch die Straßen Lindens ziehen, dann ist es wieder soweit: Das Lindener Butjerfest verwandelt den Stadtteil in ein buntes Meer aus Lachen, Musik und gelebter Nachbarschaft. Was bereits Ende des 19. Jahrhunderts in der Fannystraße als „Kinderschützenfest" begann, ist heute eines der schönsten Kinderfeste Norddeutschlands – und ein lebendiges Symbol für den besonderen Geist, der Hannover-Linden bis heute prägt.
Während die zunehmenden Zukunftsängste andernorts Zwietracht und Ausgrenzung säen, sind wir Lindener in schwierigen Zeiten immer schon nur noch enger zusammengerückt. Gelebte Solidarität bedeutet vor allem, auch auf den Schwächsten zu achten und ihn am Gemeinschaftsleben teilhaben zu lassen. Kinder sind oftmals die ersten und gleichzeitig auch die größten Verlierer, wenn sich die wirtschaftliche Situation in den Haushalten verschärft. Auf dem Butjerfest sitzen - so das diesjährige Motto - "alle an einem Tisch." Je mehr, desto besser - getreu unseres Mottos: "Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, schütt Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen."
„Das Butjerfest ist Linden", sagt Organisatorin Susanne Böhmer, die das Fest seit 3 Jahren mitgestaltet. „Hier spielt es keine Rolle, woher du kommst, wie viel Geld deine Eltern haben oder welche Sprache du zu Hause sprichst. Hier sind alle Kinder gleich." Diese Haltung zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Stadtteils, der seit jeher als Arbeiter- und Einwandererviertel bekannt ist.
Der Name „Butjerfest" – der Butjer wird zumeist als ein Kind dargestellt – ist Programm: Zahlreiche Stationen der Stempelpassaktion, die zum Toben, Rätseln und Basteln einladen, verwandeln das Festgelände in einen riesigen Abenteuerspielplatz. Das Besondere: Alle Angebote sind kostenlos. Möglich macht das ein Netzwerk aus ehrenamtlichen Helfern, lokalen Vereinen und Initiativen, die Hand in Hand arbeiten.
Die Wurzeln dieses solidarischen Geistes reichen weit zurück. Linden war einst das industrielle Herz Hannovers – Fabriken, Arbeitersiedlungen und ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl prägten das Viertel. Als die Industrie verschwand, blieb die Mentalität: Man hilft sich, man organisiert sich, man lässt niemanden zurück.
Diese gelebte Solidarität zeigt sich auch in der Finanzierung: Statt auf große Sponsoren zu setzen, trägt sich das Fest durch viele kleine Spenden, Kuchenverkäufe und den unermüdlichen Einsatz der Lindener selbst.
Linden hat sich verändert. Wo früher Fabrikhallen standen, entstehen Wohnungen und Ateliers. Cafés und Galerien prägen heute das Straßenbild. Doch der Kern bleibt: Linden ist bunt, laut und vor allem – solidarisch.
Das Butjerfest spiegelt diese Vielfalt wider. Auf den Bühnen treten feministische Frauenchöre neben Seniorentanzgruppen auf, am Infostand einer antifaschistischen Jugendgruppe wird genauso engagiert diskutiert wie am Stand des Traditionsvereins. „Wir sind nicht immer einer Meinung", schmunzelt Susanne Böhmer „aber wenn es ums Butjerfest geht, ziehen alle an einem Strang."
Wenn am 02. August Tausende Kinder, Eltern und Großeltern durch die Straßen Lindens ziehen, dann ist es wieder soweit: Das Lindener Butjerfest verwandelt den Stadtteil in ein buntes Meer aus Lachen, Musik und gelebter Nachbarschaft. Was bereits Ende des 19. Jahrhunderts in der Fannystraße als „Kinderschützenfest" begann, ist heute eines der schönsten Kinderfeste Norddeutschlands – und ein lebendiges Symbol für den besonderen Geist, der Hannover-Linden bis heute prägt.
Während die zunehmenden Zukunftsängste andernorts Zwietracht und Ausgrenzung säen, sind wir Lindener in schwierigen Zeiten immer schon nur noch enger zusammengerückt. Gelebte Solidarität bedeutet vor allem, auch auf den Schwächsten zu achten und ihn am Gemeinschaftsleben teilhaben zu lassen. Kinder sind oftmals die ersten und gleichzeitig auch die größten Verlierer, wenn sich die wirtschaftliche Situation in den Haushalten verschärft. Auf dem Butjerfest sitzen - so das diesjährige Motto - "alle an einem Tisch." Je mehr, desto besser - getreu unseres Mottos: "Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, schütt Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen."
„Das Butjerfest ist Linden", sagt Organisatorin Susanne Böhmer, die das Fest seit 3 Jahren mitgestaltet. „Hier spielt es keine Rolle, woher du kommst, wie viel Geld deine Eltern haben oder welche Sprache du zu Hause sprichst. Hier sind alle Kinder gleich." Diese Haltung zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Stadtteils, der seit jeher als Arbeiter- und Einwandererviertel bekannt ist.
Der Name „Butjerfest" – der Butjer wird zumeist als ein Kind dargestellt – ist Programm: Zahlreiche Stationen der Stempelpassaktion, die zum Toben, Rätseln und Basteln einladen, verwandeln das Festgelände in einen riesigen Abenteuerspielplatz. Das Besondere: Alle Angebote sind kostenlos. Möglich macht das ein Netzwerk aus ehrenamtlichen Helfern, lokalen Vereinen und Initiativen, die Hand in Hand arbeiten.
Die Wurzeln dieses solidarischen Geistes reichen weit zurück. Linden war einst das industrielle Herz Hannovers – Fabriken, Arbeitersiedlungen und ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl prägten das Viertel. Als die Industrie verschwand, blieb die Mentalität: Man hilft sich, man organisiert sich, man lässt niemanden zurück.
Diese gelebte Solidarität zeigt sich auch in der Finanzierung: Statt auf große Sponsoren zu setzen, trägt sich das Fest durch viele kleine Spenden, Kuchenverkäufe und den unermüdlichen Einsatz der Lindener selbst.
Linden hat sich verändert. Wo früher Fabrikhallen standen, entstehen Wohnungen und Ateliers. Cafés und Galerien prägen heute das Straßenbild. Doch der Kern bleibt: Linden ist bunt, laut und vor allem – solidarisch.
Das Butjerfest spiegelt diese Vielfalt wider. Auf den Bühnen treten feministische Frauenchöre neben Seniorentanzgruppen auf, am Infostand einer antifaschistischen Jugendgruppe wird genauso engagiert diskutiert wie am Stand des Traditionsvereins. „Wir sind nicht immer einer Meinung", schmunzelt Susanne Böhmer „aber wenn es ums Butjerfest geht, ziehen alle an einem Strang."